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16.07.2026

Dialog ausgeweitet

Landeskirche ermöglicht breite Beteiligung zu Strukturveränderungen

Pressestelle

Seesen/Salzgitter. Mit zwei weiteren Informationsabenden in Seesen und Salzgitter sowie den ersten beiden digitalen Sprechstunden vor den Sommerferien hat die Landeskirche Braunschweig ihre Beteiligungsangebote zur Strukturreform fortgesetzt. Mehrere 100 ehrenamtlich Tätige und beruflich Beschäftigte nutzten die von der Leitung des Büros des Zukunftsprozesses, Steven Burek, maßgeblich vorbereiteten Veranstaltungen, um zu diskutieren und bestehende Erwartungen und Detailfragen einzubringen. Dabei ging es vor allem um drei Bereiche: das kirchliche Leben lokal, die gemeinsame Verantwortung in der Region sowie die künftige Organisation von Verwaltung, Finanzen und Gebäuden.

So wurde zum Beispiel von den Teilnehmenden die Bedeutung von „Kirchen-Teams“ hervorgehoben. Die regionale Ebene dürfe nicht nur Verwaltungsraum sein, sondern gemeinsame Gestaltung ermöglichen. Eine professionelle Verwaltung und ein verlässliches Management der Gebäude, die für die Arbeit gebraucht werden, wurden als wichtige Voraussetzungen für eine tatsächliche Entlastung genannt.

Außerdem wurde angemahnt, die Regionalisierung dürfe nicht zu Lasten der Verantwortung der einzelnen Orte führen. Kirchliches Leben vor Ort müsse sichtbar, erreichbar und verantwortlich gestaltbar bleiben. Diskutiert wurde darüber hinaus über die Legitimation und Zusammensetzung künftiger Leitungsgremien, verlässliche Budgets sowie klare Regelungen bezüglich von Vermögen, Gebäuden und Friedhöfen zwischen lokaler und regionaler Ebene.

Bei den digitalen Sprechstunden mit Landesbischöfin Dr. Christina-Maria Bammel und Personen aus dem Landeskirchenamt ging es besonders um künftige Gestaltungsmöglichkeiten für Ehrenamtliche, die Entlastung von Verwaltungsvorgängen und die Frage, wie die Identität und Verbundenheit sowie das geistliche und gemeinschaftliche Leben in Dörfern und Stadtteilen auch in größeren Strukturen gestaltet werden können.

„Das Engagement aller Mitwirkenden war beeindruckend. Alle wissen, dass es nicht das eine Rezept für alles gibt. Alle haben ein Interesse, mit Kritik, Fragen und konkreten Bildern, die Veränderungen so voranzubringen, dass es in einigen Jahren eine Arbeitsstruktur geben kann, in der die Gemeinden an vielen verschiedenen kirchlichen Orten wirksam sein können“, betont die Landesbischöfin. Sich einbringen zu können nach Gaben und Fähigkeiten, darauf komme es an. Allen sei klar: „Veränderungen brauchen neben finanziellen Investitionen gegenseitige Ermutigung und die Lust an verschiedenen Ideen.Dann lässt sich genau dafür arbeiten, wofür unser Herz schlägt.“

Alle Rückmeldungen aus allen Veranstaltungen wurden dokumentiert und fließen in die Beratungen der zuständigen Arbeitsgruppen ein. Der nächste Infoabend ist am 17. August um 19 Uhr in der Emmauskirche in Braunschweig (Weststadt), die nächste digitale Sprechstunde ist für den 26. August ebenfalls um 19 Uhr geplant. Die Ergebnisse der bisherigen Infoabende finden sich in detaillierter Form auf der Internetpräsenz "mit segen unterwegs".Auch wie die Arbeitsgruppen zusammengesetzt sind, kann man hier nachlesen.

Infoabende zum Strukturwandel schaffen weitere Beteiligungsmöglichkeiten.
Infoabende zum Strukturwandel schaffen weitere Beteiligungsmöglichkeiten.
Foto: Sina von Stülpnagel